Gründungssituation und systematische Aufbauarbeit
Der Anstoß zur Gründung einer Tennisabteilung ging von der Skiabteilung aus. Skiabteilungsleiter Josef Pilz beantragte am 21.7.1987 eine Ausschusssitzung zur „Erweiterung der
bestehenden Skiabteilung auf eine Ski- und Tennisabteilung“. Die Tagesordnung der Vereinsausschuss-Sitzung vom 10.9.1987 sah dann unter Punkt 2 gleich die „Gründung einer Tennisabteilung“ vor. Nach
Aufnahme von Gesprächen mit der Familie Hauzenberger zur Anpachtung der nötigen Grundstücke wurde in der Ausschuss-Sitzung vom 12.10.1987 einstimmig der Bau von Tennisplätzen beschlossen. Die Herren
Pilz, Kus und Teufel erklärten gleichzeitig ihre Bereitschaft, die Abteilung Tennis zu gründen.
Bei einem Informationsabend am 5. Februar 1988 fanden sich 60 interessierte Personen ein. Die Jahreshauptversammlung am 26. März 1988 segnete die Gründung einer
Tennisabteilung – zunächst aber noch kombiniert als Ski- und Tennisabteilung – ab. Offiziell hat mit somit der 26. März 1988 als Gründungsdatum der Tennis-Abteilung zu gelten. Der Bau von zwei bzw. drei
Tennisplätzen und einer Sommerstockbahn wurde ebenfalls von dieser Jahreshauptversammlung grundsätzlich beschlossen, die näheren Entscheidungen dem Ausschuss überlassen. Die Jahreshauptversammlung 1988
forderte von den Tennisabteilungsmitgliedern – wie auch von den Fussballabteilungsmitgliedern – einen Arbeitseinsatz von zehn Stunden jährlich oder alternativ den Betrag von 100 DM (MZ v. 29.3.1988).
Abteilungsleiter der Ski- und Tennisabteilung von 1988 / 1989 bis zur Jahreshauptversammlung 1990 war Josef Pilz. Ihm folgte von Frühjahr 1990 bis Frühjahr 1994 Adam Albrecht.
Daraufhin übernahm Hilde Linkel bis heute dieses Amt.
In der Anfangsphase gab es einen grossen Andrang von Tennisbegeisterten. Bis 21. April 1988 lagen bereits 51 Tennisanmeldungen vor. Mit Rundschreiben an alle Eilsbrunner
Haushalte lockte der SV Eilsbrunn Tennis-Interessierte mit einer zunächst bis zum 30. April 1988 befristeten ermässigten Aufnahmegebühr. Da sich der Bau der Tennisplätze aber unvorhergesehen verzögerte,
wurde die Frist für die günstigen Aufnahmebeiträge bis 31. März 1989 verlängert. So gab es bis zu diesem Zeitpunkt für Familien einmalig günstig die Aufnahmegebühr von 380 DM. Einzelmitglieder konnten
sich für 300 DM (statt später für 350 DM), Jugendliche bis 18 Jahre für 150 DM (statt später 200 DM) aufnehmen lassen. Neben der Aufnahmegebühr und dem normalen Vereinsbeitrag waren Jahresbeiträge von
150 DM für die Familie, 100 DM für das Einzelmitglied und 50 DM für Jugendliche fällig.
Nachdem im Frühjahr 1989 der Bau der Tennisplätze konkret Gestalt annahm, musste für den Eintritt im Juli 1989 sogar ein Aufnahmestopp verhängt und eine Warteliste erstellt
werden. Diese Liste enthielt die Unterschriften der Interessenten, die bereits Mitglied im SV Eilsbrunn sein mussten. Laut Meldung an den Bayerischen Tennisverband zählte der SV Eilsbrunn am 15. Juni
1989 insgesamt 251 Mitglieder (davon 97 Jugendliche). In der Ausschusssitzung vom 26.10.1089 wurde der Beschluss gefasst: „Bis zu 10 Personen werden fest nachrücken; ob weitere Personen nachrücken,
entscheidet der Ausschuss im Januar.“ Neue Mitglieder konnten nur aufgenommen werden, wenn andere Mitglieder ausschieden. Selbst 1993 gab es noch Wartelisten, für dieses Jahr wurden fünf Neuaufnahmen
zugelassen. Die hohe Zahl der Mitglieder der Tennisabteilung konnte allerdings nicht gehalten werden. 1994 sank die Zahl auf 240, 2000 auf 182, 2003 auf 132, 2005 sogar auf 93.
Im Herbst 1990 wurde in der Tennisabteilung des SV Eilsbrunn erstmals um Meisterehren gekämpft. Nach spannenden Duellen wurden die Sieger in der Vereinsgasstätte Erber geehrt,
die Verleihung der Pokale übernahm Bürgermeister Wiesner. In der Disziplin „Jugend gemischt“ platzierten sich 1. Torsten Stöckel, 2. Guntram Stöckel, 3. Andreas Hermann; im „Mixed“ 1. Claudia Jobst /
Adam Albrecht, 2. Rosemarie Jobst / Hans Jobst, 3. Birgit Chmela / Hans Bründl; im „Damen-Doppel“ 1. Rosemarie Jobst / Claudia Jobst, 2. Birgit Chmela / Kerstin Stöckel, 3. Rosemarie Herrmann / Hilde
Linkel; im „Herren-Doppel“ 1. Sigi Linkel / Guntram Stöckel, 2. Hans Bründl / Adam Albrecht, 3. Rainer Fröhler / Günter Walchshäusl; im „Damen-Einzel“ 1. Claudia Jobst, 2. Hilde Linkel, 3. Birgit Chmela;
im „Herren-Einzel“ 1. Lois Herrmann, 2. Rainer Fröhler, 3. Hans Bründl (MZ v. 19.10.1990).
Für die Saison 1991 meldete der SV Eilsbrunn eine Herren-Tennismannschaft an den Tennisbezirk Oberpfalz. Diese umfasste 14 Mitglieder: 1) Thomas Fischer, 2) Karl Fenzel, 3)
Hans Bründl, 4) Adam Albrecht, 5) Rainer Fröhler, 6) Siegfried Linkel, 7) Guntram Stöckel, 8) Hans Jobst, 9) Hans Jakobides, 10) Rainer Schindler, 11) Hubert Stöckl, 12) Wolfgang Schaller, 13) Ludwig
Jäger, 14) Wolfgang Raithel. Als Mannschaftsführer wurde Siegfried Linkel benannt. Als Sportwart wirkte in dieser Phase Hubert Stöckl, als Jugendwart Johann Bründl. Nachdem in der Anfangsphase nur eine
Herrenmannschaft existierte, war es ein Ziel von Tennis-Abteilungsleiter Albrecht, auch eine Damen- und eine männliche und eine weibliche Jugendmannschaft auf die Beine zu stellen. Dies gelang bereits
1992/93.
In der Jahreshauptversammlung vom 30. April 1993 konnte Abteilungsleiter Albrecht berichten, dass die Herrenmannschaft in der Saison 1992 bei ihrer ersten Teilnahme am
Punktspielbetrieb in der Kreisliga III auf den 5. Platz von neun Mannschaften kam. Die Damenmannschaft nahm an der Damenfreizeitrunde erfolgreich teil. Die Kinder bis 10 Jahre kamen als Sieger der
Oberpfalzgruppe in die bayerische Endausscheidung. Sie belegten dort unter den acht teilnehmenden Mannschaften einen beachtlichen vierten Platz.
1995 konnte die Tennisabteilung des SV Eilsbrunn beim Bayerischen Tennisverband (BTV) drei Mannschaften melden: Eine Knabenmannschaft (bis 14 Jahre) in der Kreisklasse 1, eine
Juniorinnenmannschaft (mit jungen Damen bis zum 18. Lebensjahr) für die Bezirksklasse 2 und eine Damenmannschaft für die Kreisklasse 1. Die Knabenmannschaft erreichte den 3. Platz, die
Juniorinnenmannschaft den 2. Platz und die Damenmannschaft den 6. Platz.
Beim Tennis gilt in besonderer Weise der Spruch: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“ Vor jedem Saisonauftakt müssen die Tennisplätze nach der Winterpause bespielbar gemacht
werden. Dies erfolgte in Eilsbrunn weitgehend durch freiwilligen Arbeitseinsatz an mehreren Samstagen vor dem 1. Mai. Über viele Jahre hat Sigi Linkel die Helfer organisiert und motiviert. Doch wurde für
die regulären Arbeiten teilweise auch ein Platzwart engagiert, so im Mai 1989 Emanuel Pilz. Im Laufe der Zeit wurde mit Technikeinsatz die Arbeit erleichtert. Im April 1990 wurde eine Tennisplatz-Walze
angeschafft. 1996 wurde die Spritzanlage modernisiert und auf Knopfdruck umgestellt. In der Saison 1997 kamen zum erstenmal die „Tennishexe“ und der „Tennis-Sandy“ zum Einsatz. Aber auch während der
Saison blieb die Platzpflege eine immerwährende Herausforderung. Ludwig Jäger und Sigi Linkel erwarben sich hier bis heute viele Verdienste.
|